Lachen

Lachen 2018-05-04T02:05:56+01:00

Lachen ist ein angeborenes Verhalten der Menschen, das nur Vorteile hat.

Die meisten von uns kennen es nur als Reaktion auf etwas Lustiges, aber Lachen bewirkt sehr viel mehr: Weil wir beim Lachen so tief ausatmen wie sonst selten, hilft Lachen uns dabei, unseren Körper besser mit Sauerstoff zu versorgen. Dadurch haben wir mehr Energie und viele gesundheitlichen Vorteile.

Lachanfall

Lachanfall

Es hilft uns aber nicht nur gesundheitlich, sondern auch die emotionale Ebene wird gestärkt, denn Lachen baut Ängste ab, löst Stress, hellt unsere Stimmung auf und lässt uns Glücksmomente erleben. Ebenso wichtig: Ein Lächeln ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen, wie Victor Borge richtig sagt. Durch das gemeinsame Lachen vergrößern wir nicht nur unsere Freude, sondern verändern auch den Umgang mit unseren Mitmenschen.

Lachanfall

Lachanfall

Auswirkungen von Lachen auf unsere Gesundheit: Es aktiviert unsere Selbstheilungskräfte und stärkt unser Immunsystem. Es senkt den Blutdruck und kann chronische Krankheiten lindern. Studien bestätigen, dass Lachen uns dabei hilft, dauerhaft rundum glücklich und gesund zu werden und zu bleiben.

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Die Basis unserer Kurse bildet das Lachyoga.

Dabei handelt es sich um ein Lachen ohne Grund – ein Lachen als Körperübung. Von der traditionellen indischen philosophischen Lehre Yoga hat das Lachyoga vorrangig die Atemtechniken übernommen. Das Training findet in Gruppen statt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machen dabei Übungen, die an kindliche Spiele erinnern. Durch diese Körperübungen werden die positiven Auswirkungen des Lachens auf Körper und Geist genutzt, da der Körper nicht zwischen simuliertem und echtem Lachen unterscheiden kann und wir die gleichen physiologischen und psychologischen Vorteile haben.

Lachübungen

Lachübungen

Die Übungen beinhalten ein anfangs willkürliches Lachen, das in der Regel sehr rasch in ein spontanes, herzliches Lachen übergeht. Dabei wird der Umstand genutzt, dass lachende Menschen einander anstecken, indem die Teilnehmer während der Übungen darauf achten, Blickkontakt zueinander zu halten. Ergänzt wird das Lachen durch ausgelassene Bewegungen im Raum und durch wiederholtes rhythmisches Klatschen. Letzteres dient der Unterstützung der Ausatmung und aktiviert die Akkupressurpunkte der Handinnenflächen.

Lachstern

Lachstern

Einen weiteren Teil einer Trainingsstunde nimmt eine Lachmeditation – ein freies Lachen – ein, die durch Aufwärmübungen zur bewussten Ausatmung begonnen wird und dann in eine natürliche Lachwelle übergeht. Lachen und dazwischen Stille- denn kurze stille Zeiten vertiefen das Lachen. Die Lachmeditation ist die reinste Form des Lachens, sie ist eine kathartische Erfahrung. Wir machen das Lachen nicht, sondern werden zum Lachen.

Die Gelotologie (Lachforschung) untersucht die zahlreichen positiven Auswirkungen die Lachen auf Körper und Geist hat.

Unter anderem stärkt Lachen das Immunsystem, denn nach einem heftigen Lachanfall steigt die Aktivität der natürlichen Killerzellen deutlich an. Es erhöht außerdem vor allem durch die tiefe (Aus-)Atmung und den dadurch möglichen gründlichen Austausch der Atemluft den Sauerstoffgehalt im Blut.

Besonders in der Psychotherapie wird Lachen heute gezielt in Form des therapeutischen Humors eingesetzt. Es hilft Patientinnen und Patienten dabei, angstauslösende Situationen oder belastende Ereignisse zu überwinden und zu verarbeiten. Aber auch bei der allgemeinen Unterstützung von Genesungsprozessen kommt Lachen zum Einsatz. Ein bekanntes Beispiel dafür sind die CliniClowns, die seit 1991 in Österreich kranke Kinder und Erwachsene in Spitälern besuchen.

Printpublikationen

Titze – Eschenröder: Therapeutischer Humor, Fischer (Taschenbuch), Frankfurt; Auflage: 5. Aufl. (7. Juni 2007)

Titze, Michael: Die heilende Kraft des Lachens. 5. aktualisierte Ausgabe 2004, Kösel Verlag

Bischofberger, Iren (Hrsg.): Das kann ja heiter werden. Humor und Lachen in der Pflege. Verlag Hans Huber, 2002.

Braunschmid,  Angelika: Das Phänomen Humor: Die heilende Wirkung des Lachens wird wieder entdeckt. Verlag Trauner, Linz 2001

Meincke, Joachim: ClownSprechstunde. Lachen ist Leben – Clowns besuchen chronische kranke Kinder. Berliner Klinikclowns 2000

Patch, Adams: Gesundheit. 12&12 Verlag, 1999

Höfner, Eleonore – Schachtner, Hans-Ulrich: Das wäre doch gelacht! Humor und Provokation in der Therapie. Rowohlt Taschenbuch, 4. Aufl. (April 1997)

Online-Publikationen

M. Čokolič – W. Stangler-Herodež – S. Sternad – S. Krebs: The inhibitory Effect of Laughter Yoga on the increase in postprandial blood glucose in Type 2 diabetic Patients (2013)